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Prof. Orhan Şen: Kein extrem kalter Winter in der Türkei erwartet
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Prof. Orhan Şen: Kein extrem kalter Winter in der Türkei erwartet

📅 15. September 2026📰 GaziPortal

Der türkische Meteorologe und Professor Orhan Şen hat eine langfristige Einschätzung für den Winter 2026/27 abgegeben.

Seiner Einschätzung zufolge wird der Winter in der Türkei insgesamt mild verlaufen, ohne längere Phasen extremer Kälte. Dieses Muster könnte laut Şen bis Ende Februar oder Anfang März anhalten.

Gleichzeitig könnten die Niederschläge über dem normalen Niveau liegen. Ein großer Teil davon dürfte jedoch eher als Regen und nicht als Schnee fallen.

Weniger Schnee könnte zum Wasserproblem werden

Die größte Sorge betrifft nicht die Temperaturen, sondern eine zu geringe Schneedecke in den Bergen.

Die Schneeschmelze im Frühjahr ist eine wichtige Wasserquelle für Stauseen und die landwirtschaftliche Bewässerung. Zu wenig Schnee im Winter könnte deshalb das Risiko von Wasserengpässen im kommenden Jahr erhöhen.

Besonders wichtig ist eine ausreichende Schneedecke in hoch gelegenen Regionen, vor allem ab etwa 1.500 Metern Höhe.

Wird es in Istanbul trotzdem schneien?

Schnee ist nicht vollständig ausgeschlossen. Şen hält in Istanbul sogar ein kurzes ein- bis zweitägiges Schneereignis für möglich. Für die Wasserversorgung ist jedoch vor allem die Schneedecke in den höher gelegenen Regionen Anatoliens entscheidend.

Welche Rolle spielt El Niño?

Şen führt seine langfristige Einschätzung auch auf das erwartete starke El-Niño-Ereignis zurück.

Auch internationale Wetter- und Klimabehörden erwarten für den Winter 2026/27 ein ungewöhnlich starkes El Niño. Nach aktueller NOAA-Einschätzung liegt die Wahrscheinlichkeit eines sehr starken Ereignisses bei über 90 Prozent.

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