
Extrem hohe Mikroplastikbelastung vor der Küste von Alanya festgestellt
Eine wissenschaftliche Untersuchung der Küste von Alanya hat eine alarmierend hohe Belastung durch Mikroplastik festgestellt. Die Stadtverwaltung von Alanya hatte die Untersuchung nach zahlreichen Beschwerden von Einwohnern und Touristen in Auftrag gegeben. An einigen Messstellen lagen die Konzentrationen bis zu 60- bis 65-mal höher als Werte, die zuvor in Untersuchungen an der türkischen Mittelmeerküste gemessen worden waren.
Proben wurden an vier Küstenstationen genommen. Die höchste Konzentration wurde vor Damlataş festgestellt: rund 34,05 Millionen Mikroplastikpartikel pro Quadratkilometer. Je nach Messstation wiesen 59 bis 93 Prozent der gefundenen Partikel Merkmale auf, die mit industrieller Kunststoffverarbeitung und Recycling in Verbindung gebracht werden.
Als mögliche Ursachen untersuchen Wissenschaftler unter anderem Kunststoff-Recyclinganlagen in den Regionen Adana und Mersin, illegale Einleitungen, außergewöhnlich starke Regenfälle und Überschwemmungen sowie Meeresströmungen, die Kunststoffpartikel entlang der Mittelmeerküste transportieren können. Der genaue Anteil der einzelnen Quellen ist bislang jedoch nicht abschließend geklärt.
Die Forscher fordern strengere Kontrollen der Recyclinganlagen, eine kontinuierliche Überwachung der Abwässer und einen Standard für „Null-Mikroplastik-Einleitungen“. Die Stadt Alanya warnt davor, dass eine anhaltende Verschmutzung sowohl das Ökosystem des Mittelmeers als auch den für die Region wichtigen Tourismus gefährden könnte.
#Alanya #Türkei #Mikroplastik #Mikroplastikverschmutzung #Mittelmeer #Meeresverschmutzung #Plastikverschmutzung #Umweltschutz #Umwelt #Antalya #Meeresschutz #Tourismus #Nachhaltigkeit #SauberesMeer #MittelmeerSchützen





